Neurodivergente Mitarbeiter von EY
Neurodivergente Mitarbeiter zeichneten sich in den ersten Diversity-Zentren durch Innovation aus, stellte EY fest. Bildnachweis: EY

EY zielt auf autistische Rekruten ab, um die KI-Arbeit zu fördern

Der Beratungsriese will nach erfolgreicher Erprobung ein Netzwerk neurodiverse Kompetenzzentren an 13 Standorten aufbauen.

Basierend auf den Erfahrungen von EY in den USA zeichneten sich neurodivergente Mitarbeiter im Vergleich zu ihren Kollegen durch Innovation aus.

Das neu entstehende NCoE-Programm soll „eine unterstützende Arbeitsumgebung für Personen mit kognitiven Unterschieden – wie Autismus, Legasthenie und ADHS – schaffen, die ihnen hilft, ihre Stärken einzusetzen und die Geschäftsanforderungen der Kunden in neuen Technologien zu erfüllen“, sagte EY.

Zu den Projektbereichen, in denen EY neue Mitarbeiter einstellt, gehören künstliche Intelligenz, Datenanalyse, Automatisierung, Blockchain und Cyber.

EY hat jetzt 250 Mitarbeiter in diesen Teams, mit sechs Zentren in den USA, drei in Kanada, einem in Indien, einem in Polen und einem in Spanien, mit weiteren Expansionsplänen in Europa, Südamerika und im asiatisch-pazifischen Raum.

Das erste Zentrum wurde 2016 in Philadelphia eröffnet, angeführt von Hiren Shukla, der die Initiative jetzt weltweit für EY leitet. Seit 2016 haben NCoE-Teams über 150 Prozesse automatisiert und über 2.6 Millionen Stunden eingespart. Das Unternehmen hat außerdem sein Angebot EY Neurodiversity-Powered Transformation eingeführt. Es nutzt über 200 technische Fähigkeiten, die in den Bereichen KI/Automatisierung, Blockchain, Cybersicherheit/Cloud und Datenwissenschaften verwurzelt sind, und arbeitet mit EY-Kunden zusammen, um die Transformation zu beschleunigen und Innovationen zu ermöglichen.

EY sagte, es habe seine Rekrutierungsprozesse und sein Arbeitsumfeld bereits angepasst, um die Talente neurodivergenter Mitarbeiter zu unterstützen. Das NCoE wird ein weiterer Schritt zur Förderung von Diversität und Inklusion für neurodivergente Menschen sein.

Der Einstellungs-, Schulungs- und Onboarding-Prozess wurde angepasst: Umstellung von einem verhaltensbasierten zu einem leistungsbasierten Bewerbungsprozess; Einstellung und Ausbildung erfolgen in kleinen Gruppen; und Orientierungen werden im Voraus angeboten, damit sich die Kandidaten mit dem Arbeitsplatz vertraut machen können, bevor sie ihre neue Rolle antreten.

Catriona Campbell, Client Technology and Innovation Officer, UK&I von EY, sagte: „Die Nutzung der exponentiellen Kraft der Neurodiversität wird den Service, den wir unseren Kunden bieten, verbessern.

„Zum Beispiel haben wir in den USA die Auswirkungen auf die Innovation gemessen, indem wir die Arbeitsqualität, Effizienz und Produktivität verglichen haben, die von neurodivergenten und neurotypischen Fachkräften generiert werden. Qualität, Effizienz und Produktivität waren vergleichbar, aber die neurodivergenten Mitarbeiter zeichneten sich durch Innovation aus. Die Vielfalt des Denkens und der Kreativität, die sie mitbrachten, war ein Unterscheidungsmerkmal.“

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